KISS-Syndrom

„KISS“ ist die Abkürzung für „Kopfgelenk Induzierte Symmetrie Störung“. Dieser Begriff wurde von einem Manualtherapeuten geprägt. Er ist jedoch kein wissenschaftlicher Begriff im medizinischen Sinne und beschreibt auch kein wissenschaftlich anerkanntes Krankheitsbild. Vielmehr fasst er umgangssprachlich die vielfältigsten Störungen im Bereich der Kopfgelenke zusammen. Diese können schon vor oder während der Geburt entstehen. Eine verkehrte Lage im Mutterbauch, lang anhaltend heftige Wehen, zu heftiges Pressen des kindlichen Kopfes gegen den Geburtskanal sind mögliche vorgeburtliche Ursachen. Doch auch während der Geburt ist der Kopf großen Beanspruchungen ausgesetzt, was zu Schädelasymmetrien führen kann. Bei der Entwicklung der Geburt muss der Säugling möglicherweise unter leichtem Zug am Kopf angefasst werden, vielleicht kommt es aber auch zum Druck auf den Bauch oder zu einer Zangen- oder Saugglockengeburt. Zudem muss der Kopf extrem überstreckt werden um sich um das Schambein der Mutter winden zu können. Auch bei einem Kaiserschnitt kann es zu einer Belastung für die ISG-, HWS- und Kopfgelenke kommen.

All dies kann zu einer Gefügestörung in der empfindlichsten Region der Wirbelsäule führen. Das hier liegende verlängerte Rückenmark enthält die Schnittstellen vieler vitaler Funktionen. Funktionsstörungen hier haben Auswirkungen auf fast alle Körperregionen und -funktionen.  www.kiss-therapie.de

„Zur Behebung der akuten Probleme und zur Vermeidung von Spätfolgen kann eine gezielte osteopathische oder manualtherapeutische Behandlung nützlich sein.

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass die Existenz des KISS-Syndroms wissenschaftlich umstritten ist, und in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung selbst. Nicht für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d.h. evidenzbasierten Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.