Phytotherapie

Die Phytotherapie, die Pflanzenheilkunde, ist die Lehre von der Krankenbehandlung mit Heilpflanzen und ist wohl das älteste und best erforschte Naturheilverfahren. Eines der ältesten Zeugnisse soll der berühmte Papyrus Ebers ca. 1550 v. Chr. aus Ägypten sein.

Wichtige Werke zur Heilpflanzenkunde sind von Hippokrates, Galen, Hildegard von Bingen, von Klostermönchen wie Albertus Magnus, von Paracelcus, Pfarrer S.Kneipp u.v.a.m. überliefert. Der Begriff der modernen „Phytotherapie“ wurde im 19.Jahrhundert von dem französischen Arzt H. de Leclerc eingeführt, um die Pflanzenheilkunde von der Therapie mit synthetischen chemischen Substanzen abzugrenzen.

Der Internist Dr. med. R.F. Weiss war nach dem Krieg der erste Lehrstuhlinhaber für Heilpflanzenkunde an einer deutschen Universität (Regensburg) und schrieb das einzigartige „Lehrbuch der Phytotherapie“.

In der Pflanzenheilkunde kommen Phytotherapeutika zum Einsatz, die entsprechend der Arzneimittelgesetze auf Qualität, Wirksamkeit bzw. Verträglichkeit geprüft wurden. Die Wirkung der pflanzlichen Arzneimittel beruht oft nicht nur auf deren einzelnen Inhaltstoffen, sondern ergibt sich aus der Synergie der verschiedenen Substanzen.